Die Elektrotherapie ist ganz einfach gesagt die Behandlung mit Strom.

 

Sie beinhaltet Verfahren zur Behandlung unterschiedlicher Krankheitssymptomen und Schmerzen sowie Verfahren zur Nachbehandlung und Wiederherstellung von Funktionen des Bewegungsapparates

Hochfrequente Ströme

Hierbei kommen elektrische und magnetische Wechselfelder sowie elektromagnetische Wellen über 100 kHz zur Anwendung. Die elektromagnetischen Wellen werden im Körper in Wärme umgewandelt und haben somit eine tiefgehende Wirkung, was zugleich der Vorteil von hochfrequenten Strömen ist. Spezielle Wirkungen der hochfrequenten Therapie ist die Steigerung der lokalen Durchblutung, die Tiefenerwärmung, die Beschleunigung der Phagozytose, sowie die Steigerung des Zellstoffwechsels und die Anregung des Immunsystems.

Wenk, 2004, S. 147-148

 

Evidenz

Bereits 1957 wurde die durchblutungsfördernde und wärmende Wirkung der Hochfrequenztherapie (HFT) nachgewiesen. Schon damals wurde die HFT erfolgreich bei Neuralgien verschiedenster Art, wie beispielsweise des Nervus supraorbitalis, des Nervus occipitalis, des Nervus intercostales sowie bei Narbenneuraligein eingesetzt.

Ebenfalls erfolgreich wurde die Therapie bei Schmerzen periostalen Ursprungs, wie Styloidalgie, Tarsalgie und Achillodynie eingesetzt. Auch bei Migräne wurden gute Erfolge erzielt. Dazu kommen die positiven Effekte auf die Heilung von Geschwüren und Fissuren. Zudem wurde einen positiven Einfluss auf die Heilung von Wunden durch die zahlreichen von den Funken gesetzten mikroskopischen Koagulationen. Abschliessend werden auch die dermatologischen Krankheiten wie Ekzeme oder Hautjucken als gute Indikationen für die HFT beschrieben.

J. Kowarschik, 1957

 

 

Nebst Kowarschik beschreibt ein weiteres Dokument die Wirkung von hochfrequenten Strömen auf den menschlichen Körper:  Die "Anleitung zur Behandlung mit Hochfrequenzströmen" aus dem Jahr 1928 erwähnt ebenfalls positive Effekte auf Krankheiten der peripheren Nerven sowie des zentralen Nervensystems. Zudem werden auch positive Ergebnisse auf Psychoneurosen, Kreislauforgane, Atmungsorgane sowie Verdauungsorgane beschrieben.

M. Preis, 1928

Bereits im Altertum entdeckten die Griechen eine

Erscheinung der Elektrizitat: die elektrostatische Aufladung. Der römische Arzt Scribonius Largus

berichtet über die Behandlung von Kopfneuralgien

oder Gicht mit elektrischen Impulsen eines

Zitterrochens. Dieser wurde dem Patienten je nach zu behandelndem Körperteil entweder über den Kopf gehalten oder unter die Füsse gelegt.

Wenk, 2004, S. 147-148

 

Die hochfrequenten Ströme haben gegenüber den niederfrequenten Ströme viele Vorteile:

  • Tiefenwirkung durch die Umwandlung elektromagnetischer Wellen im Körper in Wärme
  • Keine Reizwirkung auf Hautrezeptoren und Muskelgewebe
  • Keinen Stromschlag durch ungewollten Stromunterbruch
  • Bessere Verträglichkeit für den Patienten, was höhere Stromstärken mit intensiveren therapeutischen Wirkungen erlaubt
  • Ein Wärmegefühl anstelle eines Stromgefühls

 

 

 

Ozon

Durch die Hochfrequenztherapie mit dem EquCellpen wird die Luft rund um die Glaselektrode ionisiert. Das dadurch entstehende Plasma enthält geringe Mengen Ozon.

 

Laut besitzt Ozon nicht nur eine schützende Wirkung in der Natur, sondern auch im menschlichen Körper. Nach ausführlichen Studien von weltweit international führenden Universitäten ist belegt, dass Ozon nachweislich

allgemein viruzid, bakterizid und fungizid wirkt. Weiterhin ist bekannt, dass medizinisch angewendetes Ozon entzündungshemmende und

durchblutungsfördernde Eigenschaften besitzt, sowie immunabwehrsteigernd bei niedrigen und immunsystemhemmend bei hohen Dosierungen

wirkt.

A. Mitterer, 2008, S. 20

 

Anwendende Ärzte  beschreiben eine durchblutungsfördernde und regenerierende Wirkung bei den Patienten. Daher sind die meistgenannten Gründe für eine Therapie vor allem zerebrale und periphere Durchblutungsstörungen, aber auch chronische

Ulzerationen der Haut und den tiefer gelegenen Gewebsschichten. Die aber am häufigsten anzutreffenden Indikationen sind bakterielle und viral

bedingte Erkrankungen.

A. Mitterer, 2008, S. 23